Prom

Prom ist gegangen

Das Leben ändert sich mit dem,
der neben einem steht,
aber auch mit dem,
der neben einem fehlt.

 

Ein riesengrosses Herz hat aufgehört zu schlagen, mein Prom ist über die Regenbogenbrücke gegangen.

Mein starker Prom, mein grosser Lehrmeister und Freund, hat uns für immer verlassen. Wer ihn gekannt hat, weiss wovon ich spreche; seine unglaubliche Präsenz die er bis ins hohe Alter hatte, war legendär.

Mein lieber grosser, starker Freund, wir sehen uns sicher wieder.

Grüsse Nutria, Apartis und all die anderen Pferde.

Es gibt Freunde, die laufen auf 4 Beinen, damit sie ihr riesiges Herz tragen können.

 

bremse

Bremsenspray selber herstellen

Bremsen, Fliegen und Mückenzeit!

Ein Hausrezept von Berni Zambail

Seit Jahren stellen wir den Insektenspray selber her. Gerne teilen wir mit Euch unser Rezept:

RezeptRezept Bremsenspray

  • 1 Liter Schwarztee
  • 1 Liter Apfelessig
  • 2 Knoblauchzehen gequetscht
  • 1 Zitrone
  • 4 ml Teebaumöl*
  • 4 ml Nelkenöl*
  • Nach 24h: 3-4 Liter Wasser zum Verdünnen

*natürliche, keine synthetischen Öle verwenden

Als Basis werden schwarzer Tee und Bio-Apfelessig im Verhältnis 1:1 gemischt. Zusammen mit den weiteren Zutaten wird alles aufgekocht und 24 Stunden stehen gelassen. Dieses Konzentrat wird anschliessend abgesiebt, mit bis zu 4 Litern Wasser (wir nehmen nur 3 Liter) verdünnt und gut verschüttelt. In Sprühflaschen abfüllen und schon ist der Insektenspray fertig!

Wirkt gut – ohne Giftstoffe!

Achtung: Vor Gebrauch immer gut schütteln und nicht ins Gesicht und auf die Geschlechtsteile sprühen!

Kokosöl für die empfindlichen Partien

Organisches Kokosöl kann sehr gut rund um die Geschlechtsteile und das Gesicht gebraucht werden. Kokosöl hat hautpflegende Eigenschaften und kann vor Zecken schützen.

Zusatz-Tipp

Gegen Juckreiz und Stiche hilft sehr gut, das Pferd mit einer Mischung aus Wasser mit Obstessig im Verhältnis 1:1 abzuwaschen. Der Juckreiz wird damit gelindert und Stiche heilen besser ab. Der Geruch hält auch die Insekten etwas fern. Zudem mögen es die Pferde und es ist sehr hautverträglich.

Mit dieser Mischung wasche ich nach der Arbeit auch die Sattel- und Gurtenlage ab. Dies ist übrigens ein Tipp von den alten Stallmeistern, sie haben die Sattel/Gurtenlage vielfach mit Essigwasser abgewaschen, weil es auch vorbeugend für Schwellungen etc. sein soll.

Nelkenöl bestellen

Nelkenöl bestellen

Ängste überwinden canastero_andalusien

Canastero

Wenn Zambails eine Reise tun

“Es war einmal…” Christine Zambail erzählt:

 

Im November 2016 durfte Berni erneut Privatunterricht bei Manolo Oliva nehmen. Manolo ist unter anderem bekannt von seinen wunderschönen Auftritten in den Apassionata von 2004/2005.  Einer seiner unvergessenen Auftritte war die Piaffe auf einem riesigen Piano/Flügel!

Beim gemeinsamen Nachtessen schwärmten wir von Andalusien und seinen Pferden. Manolo berichtete uns von einem schönen Hotel mit super Küche in Arcos de la Frontera, ganz in der Nähe seines Wohnortes. Kurzentschlossen buchten wir den Flug nach Jerez de la Frontera für einen Kurztrip.

Natürlich waren neben den feinen Tapas und Weinen die Pferde das Thema Nummer eins. Manolo zeigt uns seine Privatpferde und nahm uns mit zu einem seiner Freunde und Schüler, welcher einen Ausbildungsstall betreibt.

UND!

Canastero kam, sah und siegte

oder anders herum: wir verliebten uns in dieses charmante Pferd! Berni konnte mit ihm am Boden spielen und ihn auch Reiten. Nach einer Privatstunde mit Manolo war es um uns dann ganz geschehen ;-)

Canastero war auch im Gelände aufmerksam. Ein bisschen nervös zwar, aber immer bemüht, Berni zuzuhören. Im Stall und in der Boxe ein grosser Schmuser! Und wie es halt so kommen musste; Canastero wollte Schweizer werden und Zambail heissen :-)

Am 13. Februar 2017 konnten wir unseren neuen Familienzuwachs im Grenzstall abholen und nach den Zollformalitäten nach Hause bringen. Also, hier stellen wir Euch unseren neuen Herzbuben vor:

Canastero

  • PRE
  • Wallach
  • 7 Jahre
  • Schimmel
beipferd

Canastero und Gentleman harmonieren gut.

 

Gentleman und Handpferd Canastero

Gentleman und Handpferd Canastero

 

Canastero_Manolo

Manolo Oliva freut sich mit Berni über sein neues Pferd.

 

Manolo, Berni und Canastero

trinken

Der freie Zugang zu frischem Wasser

Meine Gedanken zum Tränken unserer Pferde

 

furtVor einiger Zeit wurde ich gefragt, was ich davon halte, wenn Pferde keinen freien Zugang zum Wasser haben und sie stattdessen zur Tränke geführt oder mit dem Eimer getränkt werden.

Hier meine Gedanken dazu:

Ich kann sehr gut verstehen, dass diese Art des Tränkemanagementes (Wasser) in unseren Breiten und unserer Zeit sehr kontrovers beurteilt werden kann.

Ich möchte hier ein paar Fakten dazu aufzeigen

  • Der Tränkeautomat wurde erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erfunden
  • Bis dahin wurde die Pferde am Brunnen oder mit Eimern getränkt
  • Nur bei Weidegang hatten sie freien Zugang zum Wasser (Bach oder Brunnen)
  • In der Pferdeliteratur aus der Zeit um die Jahrhundertwende des 19. – 20. Jahrhundert wird für unsere Breiten empfohlen, die Pferde 2 – 3 mal täglich zum Wasser zu führen oder mit Eimern zu tränken.
  • Die Literatur besagt auch, dass in bestimmten Regionen der Welt (Steppen) die Pferde nur 1 mal täglich betränkt wurden, im Winter gegen 14:00 Uhr, im Sommer nach Sonnenuntergang. Es soll Beduinenstämme gegeben haben, welche nur alle 48 Stunden tränkten.
  • Pferde im Militärdienst wurden in Deutschland/Österreich/Ungarn/Polen usw. nur 2 mal täglich getränkt.
  • Arbeitspferde in der Landwirtschaft, Transportwesen/Postunternehmen 3 mal täglich.

Weder die Armee noch das Transportwesen oder die Postkutschenunternehmen waren daran interessiert, ihren Pferden zu schaden. Jeder war darauf bedacht, die Pferde gesund und arbeitsfähig zu erhalten. Und dies so viele Jahre wie nur möglich, denn Pferde waren ein Kapital.

Es scheint, dass diese Art des Tränkemanagements sich für viele Jahre bewährt hat und die Pferde dabei gesund geblieben sind.

Auch die Wildpferde in bestimmten Regionen dieser Erde gehen meist nur 1 mal täglich zur Tränke, in sehr trockenen Gegenden nur alle 2 Tage.

Fazit

wasserplatzWir können unser Pferd an bestimmte Systeme gewöhnen und es geht ihnen gut dabei.

Wichtig ist, dass sie genügend Wasser bekommen und nicht nach welchem System.

  • Durchschnittlicher Wasserbedarf eines Warmblüters in unseren Breiten ist 30 – 60 Liter pro Tag.
  • Ein altes Armeereglement spricht von 15 – 30 Liter pro Tag.
  • Variablen sind natürlich die Fütterungsart, trocken, nass oder grün.

Tränken und Füttern als Teil des Rapportes und der Interaktion mit unserem Pferd

Wenn ich 3 – 4 mal täglich mein Pferd aus dem Eimer tränke und 2 mal das Kraftfutter bringe und bei dem Pferd stehen bleibe, bis es ausgefressen oder getrunken hat, so kann das meine Beziehung zu meinem Pferd entscheidend verändern.

Überlegen wir uns doch einmal, was wir für eine Meinung hätten von jemandem, der uns nur arbeiten lässt und uns danach nicht bezahlt!

Wenn wir nur erscheinen, wenn wir etwas von unseren Pferden wollen (Arbeit), kann das schon mal die Meinung verändern, welche unsere Pferde von uns haben.

Wenn wir 3 mal täglich tränken, 2 x tägl Kraftfutter füttern und 1 x Reiten, dann haben wir unser Pferd 6 – 7 mal besucht und nur 1 x davon etwas von ihm verlangt smiley Wenn ich ein Pferd wäre und diese Person auftaucht, würde ich mich freuen – und dies tun Pferde auch.

Wie ich die ganze Geschichte gestalte hängt viel von der Pferdepersönlichkeit ab. Left Brain verlangen nach einer anderen Art und Weise als Right Brains. In beiden Fällen kann es die Beziehung verbessern, wenn ich es richtig mache und die richtige Einstellung habe!

Egal was ich mache, es ist das WIE und mit welcher EINSTELLUNG

Quellennachweis:

Das Buch vom Pferde, Wrangel, C. G. Graf:

Das Pferdebeschaffungswesen in der Bayerischen Armee von 1880-1920 an Hand der Akten des Kriegsarchives in München

Pferde reiten dürfen ist ein Privileg

Es ist ein Privileg und nicht ein Recht, ein Pferd reiten zu dürfen

Pferde sind pure Magie

Ein Gedanke der mir immer wieder in den Sinn kommt:

Immer wieder fühle ich diese Magie, wenn ich mich mit Pferden beschäftigen darf. Denn es ist ein Privileg, dass wir mit diesen wunderbaren Tieren zusammen sein dürfen.

Alle Pferdeliebhaber fühlen diese Magie und dies ist ein Grund warum Pferde auch immer wieder in der Kunst vorkommen, von DaVinci,  George Stubbs bis Picasso.

Sie werden gezeichnet, gemalt, fotografiert und sie verkörpern Freiheit, Spirit, Kraft, Energie, Stärke und Athletik.  All das zusammen macht sie zu diesen wundervollen Tieren, voller Anmut, Kraft, Sanftmut und Liebe.

Als wir Kinder waren, träumten viele von uns vom magischen schwarzen Araberhengst oder dem blitzschnellen weissen Mustang, den die Cowboys vergeblich zu fangen versuchten.

Der traurige Teil dieser Geschichte ist, dass der Mensch – meistens als Erwachsener – in Kontakt kommt mit Pferden, welche diese magische Ausstrahlung bereits verloren haben. Immer wieder werden Pferde benutzt, um sich zu profilieren und dem Menschen zu dienen. Es ist oft kein böser Wille dahinter, es passiert einfach, weil das Pferd keine eigene Meinung haben darf und funktionieren muss.

 

Ein wahrer Horseman/woman für sein Pferd ist derjenige, welcher

  • das Pferd mit Respekt behandelt und ihm seine Würde lässt. Dies bedeutet, wir schätzen es für das, was es uns gibt. Würde bedeutet, wir lassen ihm eine Wahl, wirklich eine Wahl, um uns zu zeigen, wenn es sich nicht wohl fühlt, uns nicht versteht oder es körperlich nicht in der Lage ist, eine Übung auszuführen, welche wir verlangen.
  • weiss und versteht, wie sein Pferd denkt und fühlt
  • versteht, wie sein Pferd fühlt und dafür Verständnis hat
  • den Körper des Pferdes versteht, weiss wie er funktioniert und auch weiss, wie es sich bewegen soll, um gesund zu bleiben
  • ein spirituelles Verständnis für’s Pferd hat

Wenn Du diese Dinge lernen möchtest, lehre ich Dich dies in einem meiner Kurse. Ich bin gerne bereit, Privatunterricht zu geben oder Dir mit Deinem Pferd zu helfen.

Gerne kann Dein Pferd auch zu mir kommen für die weitere Ausbildung.

 

Berni Zambail

Das Stiefkind unter den 7 Spielen

Wieso das Friendly Game das Stiefkind unter den 7 Spielen ist

Gedanken zum ersten der 7 Spiele nach Pat Parelli

Das Friendly Game (Freundlichkeitsspiel) ist das meist vernachlässigte Spiel in den Leveln 1, 2 und 3. Seine Bedeutung wird oft massiv unterschätzt. Denn es ist nicht nur eine Desensibilisierung des Pferdes, wie viele Leute denken, sondern viel, viel mehr.

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Berni Zambail erklärt das Friendly Game

Das Geheimnis guter Kommunikation

In meinen Augen ist es ein sehr potentes Hilfsmittel in der Kommunikation, wenn wir es kultivieren. Wenn das Friendly Game gut ist, können wir unserem Pferd jederzeit sagen:

  • Bitte konzentriere dich und passe auf. Ich spreche gleich zu dir.
  • Du brauchst dich nicht zu fürchten. Alles ist in Ordnung.
  • Das hast Du gut gemacht. Du darfst anhalten.

 

Der Ballon ist nicht gefährlich

Der Ballon ist nicht gefährlich

Wenn wir beim Spielen der 7 Spiele das Friendly Game effektiv benutzen wollen, sollte das Pferd den Unterschied zwischen DRIVING (Bewegen/Schicken auf mentalen Druck) und FRIENDLY GAME genau verstehen.

Der Unterschied zwischen rhythmischer Bewegung und rhythmischem Druck

Rhythmische Bewegung = Friendly

Rhythmischer Druck      = Driving (schicken)

Beim Driving Game (also beim Schicken) haben wir einen starken Fokus, Spannung im Körper und die Energie am Bauchnabel konzentriert.

Beim Friendly Game dagegen haben wir keinen speziellen Fokus, keine Spannung im Körper und keine Energie am Bauchnabel aufgebaut.

Energie und Körperspannung

Wenn wir Menschen nun in der Lage sind, diese Übungen präzise auseinander zu halten und anfangen eine konstante Nachricht zu schicken, lernt das Pferd auf unsere Energie und Körperspannung zu achten. Damit kann es nun genau herausfinden, ob es etwas bedeutet, wenn wir uns bewegen oder nicht. Es kann präzise unterscheiden zwischen Driving Game und Friendly Game.

 

Das Friendly Game fördert das Vertrauen

Das Friendly Game fördert das Vertrauen

Nehmen wir einmal an, wir zeigen unserm Pferd etwas Neues und es wird dabei etwas unsicher oder konfus. Was ist zu tun?

Wir können die Hand oder den Stick ausstrecken, um zu streicheln = Friendly Game. Dabei atmen wir aus und unsere Energie wird auf neutral geschaltet. Das Pferd weiss jetzt genau, dass es etwas richtig gemacht hat und anhalten darf und dass wir ihm die Gelegenheit geben, “nachzudenken”.

Ein umfangreiches Spektrum

Diese wichtigen Details machen das Spiel Nummer 1 zu einem sehr wichtigen und effektiven Hilfsmittel. Das hier angesprochene ist nur ein kleiner Teilaspekt des sehr umfangreichen Spektrums des Friendly Games und wie wir es effektiv am Boden und im Sattel nutzen können.

Du brauchst Dich nicht zu fürchten, alles ist in Ordnung.

Wenn das Friendly Game sehr gut ist, lassen sich auch Ausnahmesituationen gut meistern. Wunderbar, wie dies hier Matthias und Dragon zeigen:

Die Geschichte vom Dreamteam Matthias und Dragon gibt es hier nachzulesen.

2014 05 Vertrauen und Zuneigung

Dama – ein Jungpferd wird gestartet

Ein Jungpferd wird gestartet

Die Entwicklung eines halbwilden Lusitano Stutfohlens zum verlässlichen Partner

 

Am Valentinstag 2009 drängelte sich ungeplant ein 10 Monate altes Lusitano Stutfohlen namens “Dama” in Portugal in Monika’s Leben. Bereits 2 Monate später zog das Fohlen in die Schweiz um und das Abenteuer Jungpferde-Erziehung konnte beginnen.

In Portugal wachsen viele Fohlen halbwild mit kaum Kontakt zum Menschen auf und Dama war da keine Ausnahme. Sie war sehr scheu und so bat Monika Berni um Hilfe, um überhaupt einmal Dama’s Vertrauen zu gewinnen. Dank gemeinsamen vertrauensbildenden Massnahmen von Berni, der Besitzerin der Fohlenweide und Monika war das Anlegen des Halfters 6 Wochen später überhaupt kein Thema mehr.

Die nächsten 2 Jahre auf der Fohlenweide standen ganz im Zeichen des Aufwachsens in der gemischten Herde und der Fohlenerziehung, damit die Basis für die spätere Karriere als Reitpferd geschaffen werden konnte. Berni war regelmässig zu Gast auf der Fohlenweide, um das Gelernte zu überprüfen und Monika neue Übungen zu zeigen. Besonders wichtig waren die vielen verschiedenen Friendly Game Übungen für die hypersensible Dama.

Im Februar 2011 startete Dama bei Berni in ihr zukünftiges Reitpferdeleben. Dank den seriösen Vorbereitungen war das Akzeptieren des Menschen und des Sattels auf ihrem Rücken völlig problemlos und es ging in grossen Schritten vorwärts. Nach den 2 Monaten bei Berni zog Dama in ihren Heimatstall um und bekam nochmals eine Pause, da sie körperlich noch weiter wachsen sollte.

Einige Monate später wiederholte Monika selbständig alle Schritte des Anreitens, die sie bei Berni gesehen hatte. Berni half ihr für den ersten Ritt vom Boden aus und es schien für Dama die selbstverständlichste Sache der Welt zu sein, ihren Menschen auf dem Rücken zu tragen.

Heute – 4 Jahre später – nach vielen Lektionen, Übungen, Entdeckungen, How-interesting-Momenten ist aus Dama eine wundervolle, sensible und temperamentvolle Partnerin für alle Gelegenheiten geworden, ob nun beim Ausreiten, Dressurlektionen, Cow Working, Springen oder am Boden, die kleine Dame ist für alles zu haben.

Berni – vielen herzlichen Dank, dass Du dies möglich gemacht hast.

Karin und Michelle

Feedback Liberty Fun 2015

Rückblick Liberty Fun vom 28.-30. August 2015

bei Berni Zambail, 5* Parelli Master Instruktor

Ein Kursfeedback von Karin Hufschmid

Vom 28. bis 30. August 2015 fand der dreitägige Kurs mit dem saloppen Namen “Liberty Fun” statt. Was nach etwas Herumtollen mit den lieben Pferdchen klingt, war schlussendlich harte Arbeit an uns selber.

Nicole und Lancelot

Nicole und Lancelot

Schon bei der Vorstellungsrunde der neun Teilnehmer wurde klar, dass die Aufgabe für 5* Master Instruktor Berni Zambail zur Herausforderung wird, denn die Erwartungen und Ansprüche waren mannigfaltig.

Vom Pony, welches kaum Kurserfahrung hatte bis zum Warmblüter, der gerne eigene Ideen hat, war alles dabei. Die Erwartungen gingen von ungezwungenem Spass über mehr Ruhe in der Freiarbeit, agility-mässiges Überwinden von Hindernissen bis zu anspruchsvolleren Lektionen in Richtung Gymnastizierung ohne Seil. Bernis “Fahrplan-Vorschlag” war deshalb eine Art Workshop-Format. In Gruppen von 3-5 Pferden am Vormittag in der Halle arbeiten, nachmittags immer zwei Pferde gleichzeitig in den beiden Roundpens. Bei Aussentemperaturen von deutlich über 30 Grad war beides nicht gerade erfrischend, aber so die beste Lösung, um die Belastung für Mensch und Tier erträglich zu halten. Anfangs hatten wir noch zum Ziel, am letzten Kurstag eine Art Liberty-Vorführungen mit mehreren Pferden in Gruppen einzustudieren. Die Zeit flog aber dahin, und jeder war mitten im Lern-Fieber, so dass wir gemeinsam beschlossen, diesen Plan zu verwerfen und auch am zweiten und dritten Tag nach Bernis “Fahrplan” zu verfahren.

So entwickelte sich die anfängliche Herausforderungen der unterschiedlichsten Erwartungen zu einer tollen Lern-Erfahrung:

  • Prinz und ich durften beim Spin, den fliegenden Wechseln und allgemein dem Draw massive Fortschritte verzeichnen.
  • Lorena ging es mit Welsh-Pony Chuna ähnlich bei Vor- und Hinterhandwendung zu ihr hin.
  • Michelle konnte mit dem zweiten Welsh-Pony Rambo nur zwei der drei Tage dabei sein, schaffte in dieser kurzen Zeit aber die Erarbeitung von eindrücklichen Spins aus dem Galopp.
  • Nicole’s grosser Warmblüter Lancelot forderte sie wie immer mit seiner high-spirit LBE Horsenality heraus, schenkte ihr aber von Anfang an sehr viel Konzentration und Ruhe.
  • Freddy sorgte mit seiner pfiffigen Solaia und deren Wegrenn-Versuche für das eine oder andere Schmunzeln, hatte nach drei Tagen aber riesen Schritte zu mehr Draw und Connection gemacht.
  • Maya und Tochter Lisa arbeiteten mit Olivette und Carino erstmals so richtig ernsthaft am Thema Liberty und haben beide mit ihren Warmblütern einen beeindruckenden Start hingelegt.
  • Ines ist mitsamt Pferd Leo aus Deutschland angereist und hat sich in den drei Tagen wunderschönen Draw erarbeitet.
  • Ruth und ihr Isländer haben den Draw ebenfalls bis zu den Anfängen des Spins ausgebaut.
Theorie im Halbschatten

Theorie im Halbschatten

Viele, viele weitere Themen wie das Touch-It bis zum Hunt-the-Jump, die Figure-8 in höheren Gangarten, Zirkel Liberty vergrössern und verkleinern, etc. wurde angeschaut, aufgebaut oder verfeinert – aber das lässt sich unmöglich alles aufschreiben.

Berni beim Roundpen

Mit den richtigen Tipps zum Erfolg

 

Kurzum, ein hervorragender Kurs, der neben Liberty Fun auch viel, viel Arbeit und Konzentration bedeutete, und uns dabei aber auch Raum liess, die letzten heissen Sommertage zu geniessen.

Eine tolle Gruppe von Ponys, Pferden und Menschen, von denen sich einige bestimmt am Fortsetzungskurs “Liberty Performance” Ende November wiedersehen werden.

Action in zwei Roundpens gleichzeitig

Action in zwei Roundpens gleichzeitig

 

 

Cow Working - Domain Rurhof

Cow Camp in Belgien

Domain Rurhof 2015 (Rückblick)

Ein herzliches Dankeschön an Charlotte von Mevius, welche wieder unsere wunderbare Gastgeberin war! Sie stellte uns ihren 135 Hektar Betrieb  mit rund 300 Galloway Rinder für unser Cow Camp zur Verfügung. Der Rurhof verfügt nicht nur über einen grossen Aussenreitplatz, sondern auch über eine optimale Reithalle.

Die Galloways sind in verschiedene Herden unterteilt. Die Kühe mit ihren Kälbern sind in 2 grosse Herden unterteilt. In diesen beiden Herden läuft auch  je eine Zuchtbullen mit. Die Jungbullen und die Rinder sind in zwei  Herden aufgeteilt.

Die Galloway stammen aus Schottland und sind eine Robust Rasse welche von Natur aus ohne Hörner sind.

Viel Spass bei den Bildern welche Hanne Dupas für uns zusammen gestellt hat.

Eventuell seid Ihr 2016 auch einmal dabei ???

 

Und hier noch die Homepage vom Rurhof zur Inspiration :-)

http://www.rurhof.be/